Review
By an Hungarian Fanzine
Das ist eine neuere, schwer zu beschaffende scheibe, aber sie verdient trotzdem eine erwähnung, die ist nämlich tierisch gut. Felix begann in den 80-er jahren in der band "Die Egozentrischen", musik zu machen. Nach der auflösung dieser band bekehrte er zum gründer der deutschen kommunistischen einheitspartei, die eine ziemlich harte Pointen-Partei gewesen war. Damals haben sich auch ungarische zeitungen mit ihnen und ihrem abweichenden/un-mainstreammäßigen Programm beschäftigt. Außerdem trat er in ziemlich vielen formationen in erscheinung, aber lassen wir das jetzt. Das wichtigste ist, dass seine musik stilübergreifend ist, und im allgemeinen mixt er alles mit allem sehr gut. Aaviko ist eine finnische surf-punk gruppe, sie habe ich auch das erste mal gesehen. In der aufstellung von zwei keybordern und schlagzeug, voll von unvorstellbar dichtem, dunklem (schwarzen) humor, ziehen sie ihren elektronischen noise-pop durch. Auf der EP gibt es nur zwei lieder. Die Hitnummer auf der A-seite ist der "Superlake Beat", ein schnelles lied, im stil der 60-er angehaucht, als würden wir eine vergewaltigte version der "csinibaba" (ung. band), ergänzt mit einem russischen seemannschor und psychedelischen einlagen, hören. Auch die andere seite ist kein easy listening! "Antarktis slow rock", und der titel ist sehr treffend gewählt. Höllendunkel und langsam, aber so sehr, dass es schon wieder komisch ist. Man beschreibt ihre musik, dass es keine elektronik zum hören ist, sondern eine musik zum saufen und randalieren.
Wir gratulieren!